Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, die in den Kieferknochen eingepflanzt werden, und zurzeit die modernste Form des Zahnersatzes.

Sie übernehmen die gleiche Funktion wie die eigenen Zahnwurzeln, da sie direkt mit dem Knochen verwachsen und somit ebenso belastbar sind. Implantate bestehen aus medizinischem Rein-Titan und sind daher optimal gewebeverträglich und lösen keine allergischen Reaktionen aus. Auf einem Implantat kann Zahnersatz in Form von Kronen, Brücken oder Prothesen stabilen Halt fínden. Bevor Implantate mit Kronen belastet werden können, müssen sie in den Kieferknochen einwachsen. In besonderen Fällen ist eine sofortige Versorgung möglich. Besonders vorteilhaft ist, dass gesunde Nachbarzähne nicht beschliffen werden müssen und der Patient das Gefühl hat, eigene feste Zähne zu besitzen – eine enorme Steigerung der Lebensqualität.

Implantate werden seit über dreißig Jahren erfolgreich eingesetzt – die 10-Jahres-Erfolgsquote liegt bei über neunzig Prozent.

Knochenaufbau

Wenn Zähne bereits lange Zeit im Kieferknochen fehlen, verliert die Knochensubstanz an Dichte, Breite oder Höhe. Sind dann Zahnimplantate geplant, ist oft ein Knochenaufbau erforderlich. Dazu verwenden wir verträgliche Ersatzmaterialien oder Eigenknochen. Nach der Einheilungsphase kann das Implantat dann normal eingesetzt werden. In einigen Fällen ist es auch möglich, dass Knochenaufbau und Implantation zeitgleich erfolgen können.

Schonender Eingriff mit der Piezosurgery®-Chirurgie

Um den Knochenaufbau möglichst schonend zu gestalten, steht uns die hochmoderne, ultraschallgestützte Piezosurgery®-Operationstechnik zur Verfügung. Die Ultraschallfrequenzen lassen sich mit dieser Methode auf die speziellen Gewebeeigenschaften einstellen, so dass nur der aufzubauende Knochen behandelt wird, während das ihn umgebende Weichgewebe inklusive Blutgefäße, Nerven und Muskeln geschont wird. Mögliche Verletzungsrisiken des Weichgewebes sind auf diese Weise weit geringer, was sich sehr günstig auf die Wundheilung auswirkt.

Wir führen folgende Knochenaufbaumaßnahmen durch:

  • Sinuslift − bei zu geringer Knochenhöhe im seitlichen Oberkiefer im Bereich der Kieferhöhlen.
  • Bone-Spreading oder Bone-Splitting − bei zu schmalem Kieferknochen im Ober-und Unterkiefer.
  • Knochenblockverpflanzung − bei zu schmalen oder zu niedrigem Kieferkamm und Bereichen mit starkem Knochenrückgang.
  • Distraktionsostheogenese − bei zu geringer Höhe des Kieferknochens.

Wie verläuft die Behandlung?

Sie werden betäubt und in Halbschlaf oder Schlaf versetzt, während die Implantationsschraube oder das Knochentransplantat in den Kiefer eingepflanzt werden. Nach drei bis fünf Monaten  sind die Implantate im Knochen fest verankert und eingeheilt. Dann wird die Schleimhaut über den Implantaten wieder geöffnet und die endgültigen Kronen aufgesetzt. Ästhetik und Kaufunktion sind wieder optimal.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Websites: